WEDER RESPEKT NOCH ANERKENNUNG (Teil4) Im Februar 2019 organisierten Mosambik-Experten aus Deutschland eine Internationale Tagung zur Entwicklungszusammenarbeit zwischen Mosambik und Deutschland mit dem Schwerpunkt der DDR-Vertragsarbeiter und gaben ihr zur Rechtfertigung öffentlicher Förderung den Titel “Respekt und Anerkennung”. Die Veranstaltung in Magdeburg wurde zur Bühne von Geschichtsverklärung, Diskriminierung und kollektivem Vergessen. MEHR

WIE AUS EINEM TRAGISCHEN UNFALL EIN BRUTALER NAZI-MORD WURDE 1986 stirbt der Mosambikaner Manuel Diogo bei einer Zugfahrt nach Dessau. Für die DDR-Behörden ist es ein Unfall. Ein westdeutscher Historiker macht 30 Jahre später daraus einen brutalen Neonazi-Mord. Was ist damals wirklich geschehen? MEHR

WEDER RESPEKT NOCH ANERKENNUNG (Teil3) Zur deutschen Verantwortung gegenüber den DDR-Rückkehrern erklärte der Persönliche Afrika-Beauftragte von Bundeskanzlerin Merkel, Günter Nooke, 2019 gegenüber dem Deutschlandfunk: “Da können wir jetzt nicht so tun - wenn ein Staat (Mosambik) etwas nicht macht - dann springt immer der große, reiche Onkel aus dem Westen ein. Das funktioniert nicht.” Bundesaußenminister Kinkel sprach 1996 in Maputo noch ganz anders. MEHR

DAS VERWEHRTE RECHT AUF TOTENRUHE  In afrikanischen Ländern ist es üblich, die verstorbene Person in unsentimentaler Ergriffenheit mit einem ausgelassenen Trauermahl zu ehren. Angehörigen der Toten wird so der Abschied erleichtert.Zwischen dem Tod und der Trauerfeier können mehrere Wochen liegen. Aber drei Jahrzehnte später zum Leichenschmaus zu laden, noch dazu in einem fremden Land und für politische Zwecke, ist empathielos und stört die Totenruhe. MEHR

DIE PROFITEURE FAMILIÄRER TRENNUNG Seit der Abschiebung der DDR-Vertragsarbeiter vor 30 Jahren ist die familiäre Trennung in den deutsch-mosambikanischen Beziehungen ein Tabu-Thema. Dabei hätte ein selbst der Bundeskanzlerin bekannter Berliner Aktivist, mit seinem 2008 gegründeten Verein zur Familienzusammenführung, staatlichen Zuwendungen und Spenden die Schicksale der Betroffenen in das öffentliche Bewusstsein rücken und mit der mosambikanischen Selbsthilfeinitiative WIEDERSEHEN REENCONTRO kooperieren können. MEHR