WEDER RESPEKT NOCH ANERKENNUNG (Teil1) Im Februar 2019 organisierten Mosambik-Experten aus Deutschland eine Internationale Tagung zur Entwicklungszusammenarbeit zwischen Mosambik und Deutschland mit dem Schwerpunkt der DDR-Vertragsarbeiter und gaben ihr zur Rechtfertigung öffentlicher Förderung den Titel “Respekt und Anerkennung”. Die Veranstaltung in Magdeburg wurde zur Bühne von Geschichtsverklärung, Diskriminierung und kollektivem Vergessen. MEHR

EIN WEITERER SCHLAG GEGEN DIE PRESSEFREIHEIT Am gestrigen Abend (23.8.2020) wurde in Maputo auf den Medienpartner unserer Vereinigung, das unabhängige Magazin "Canal de Moçambique", ein Brandanschlag verübt.

Für die 1991 gegründete mosambikanische Organisation der DDR-Rückkehrer werden Erinnerungen wach an die Nacht vom 13. November 1994, als Computertechnik und die Registrierungsunterlagen Tausender ehemaliger Vertragsarbeiter und Studenten in unserem Büro den Flammen zum Opfer fielen. MEHR

WENN MINISTERWORTEN KEINE TATEN FOLGEN Die 1991 in Mosambik gegründete Vereinigung der DDR-Rückkehrer ADECOMA klagt wie viele andere Organisationen der Zivilgesellschaft in afrikanischen Ländern über fehlende öffentliche Förderung, was für wichtige Eigeninitiativen zur Entwicklung des Kontinents generell ein großes Problem darstellt.
Doch unterscheidet sich die seit 1995 anerkannt gemeinnützige Organisation der mosambikanischen Vertragsarbeiter und Studenten aus der ehemaligen DDR von vielen anderen durch ihren direkten Bezug zu Deutschland. MEHR

KALENDERBLATT 30 Jahre lang wurde die Geschichte der zwangsweise nach Mosambik ausgereisten DDR-Vertragsarbeiter ausschließlich von Autoren aus Deutschland geschrieben. Seit drei Jahrzehnten wird verhindert, dass die Vereinigung der DDR-Rückkehrer ADECOMA und die Initiative der Familienzusammenführung WIEDERSEHEN-REENCONTRO, beide 1991 in Mosambik gegründet, in Deutschland eine Öffentlichkeit bekommen, nicht selten mit Methoden die an finsterste BND- und Stasipraktiken erinnern.

In unserer Reihe KALENDERBLATT wollen wir an wichtige Ereignisse dieser jahrzehntelangen Diskriminierung und Bevormundung erinnern.

EIN RECHT AUF AUFKLÄRUNG “An einem trüben Novembertag kam er mich besuchen. Trotz des grauen Wetters verbrachten wir vergnügliche Stunden miteinander. Gegen Nachmittag setzte er sich in einen Zug, der ihn in knapp zwei Stunden zurück nach Dessau bringen sollte. Dort kam er aber nie an.” MEHR