BETROGEN BEVORMUNDET DISKRIMINIERT Wer bislang nur den offiziellen Darstellungen des Auswärtigen Amts, der Vertreter der Entwicklungshilfeindustrie oder der zahlreichen Mosambik-Experten aus Deutschland Aufmerksamkeit geschenkt hat, wird keine Erklärung finden, warum mosambikanische DDR-Vertragsarbeiter drei Jahrzehnte nach ihrer Abschiebung mit Nazisymbolen durch Maputos Straßen ziehen. MEHR

ERMITTLUNGEN OHNE ZEUGEN Der bis heute ungeklärte Tod des DDR-Vertragsarbeiters João Manuel Diogo aus dem Jahr 1986 beschäftigt endlich die Staatsanwaltschaft Potsdam. Zeugen aus Mosambik, zu denen unsere Vereinigung in Kontakt steht, sind nie in die Ermittlungen einbezogen worden. Lucas Nzango, ehemaliger Arbeitskollege von Manuel, sollte im Februar 2019 auf der Internationalen Tagung "Respekt und Anerkennung" auch über diesen Vorfall berichten, wurde dann jedoch von den Veranstaltern ausgeladen. MEHR

DIE BESETZUNG DER DEUTSCHEN BOTSCHAFT MAPUTO Am Abend des 13. Juli 2004 war es rund 300 DDR-Rückkehrern gelungen, auf das Gelände der Deutschen Botschaft in Maputo vorzudringen. 49 von ihnen waren mehrere Tage im Warteraum der Konsularabteilung eingeschlossen. Über die Motive der Besetzer und die groben Menschenrechtsverletzungen wurde in den deutschen Medien nicht berichtet. MEHR

BETRUG UND KORRUPTION AUF KOSTEN DER DDR-RÜCKKEHRER Vor 3 Jahren berichtete das Staatliche Fernsehen TVM in Mosambik über den Betrugs- und Korruptionsskandal im Deutsch-Mosambikanischen Kulturinstitut, Goethezentrum Maputo - ICMA. 2003 wurde das ICMA als Zentrum für die Integration Tausender DDR-Rückkehrer mit öffentlichen Geldern aus Deutschland finanziert, diese jedoch auf Forderung der Deutschen Botschaft ausgegrenzt. MEHR

EIN DDR-RÜCKKEHRER KÄMPFT UM SEIN RECHT Lucas Nzango ist einer von mehr als 16 Tausend mosambikanischen DDR-Rückkehrern, die zum Abbau von Staatsschulden und zur Anhäufung des SED-Vermögens bis zur Wendezeit in DDR-Betrieben geschuftet haben und nie die Möglichkeit bekamen, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und Entschädigung für begangenes Unrecht einzuklagen. Lucas verbrachte 1984 mehrere Monate unschuldig in einem DDR-Gefängnis. MEHR